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Großes Interesse an der Flüchtlingsunterkunft auf dem O&K-Gelände

Hattingen/Ruhr. Seit etwa einem Monat leben die ersten Flüchtlinge im ehemaligen O&K-Gebäude an der Nierenhofer Straße. Am Montag (20. Juni 2016) waren die angrenzenden Anwohner zu einem Kennenlernen der Bewohnerinnen und Bewohner und der Räumlichkeiten eingeladen. Vertreter der Stadt Hattingen und der Betreibergesellschaft der Einrichtung, European Homecare, standen dabei vor Ort für Fragen zur Verfügung. Etwa 50 interessierte Nachbarinnen und Nachbarn sowie einige Vertreter aus der Politik nutzten diese Möglichkeit zum Austausch.

„Hier hat im Vergleich zum letzten Mal als wir hier waren eine große Veränderung stattgefunden“, betont Bürgermeister Dirk Glaser. Diese Veränderung zeigt sich daran, dass die Unterkunft nun bewohnt wird und freundlich hergerichtet wurde. Verschiedene Bilder und Schriftzüge zieren einige Wände. „Alle diese Bilder wurden von unseren Sozialbetreuern gemalt“, erklärt Astrid Wenzel, die Leiterin der Einrichtung von European Homecare. 14 Sozialbetreuer sowie eine Person für die Kinderbetreuung sind hier tätig und unterstützen die momentan noch etwa 40 Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft. „Im Laufe der nächsten Wochen sollen hier noch weitere Personen einziehen“, sagt Marcel Rudka, Abteilungsleiter für Asyl und Flüchtlingsangelegenheiten. Denn die Werkstraße 40 und die alte Feuerwache werden freigezogen und im Zuge dessen werden einige der dort lebenden Flüchtlinge im ehemaligen O&K-Gebäude untergebracht. Insgesamt sollen dann etwa 80 weitere Personen ins O&K-Gebäude ziehen. Etwa 40 Personen aus der ehemaligen Feuerwache ziehen noch im Juni um und etwa 40 weitere Personen aus der Werkstraße 40 kommen bis Ende Juli hinzu.

„Mit Ihnen als Nachbarinnen und Nachbarn der Unterkunft treffen wir uns heute, um ins Gespräch zu kommen, Ihnen die künftigen Planungen mitzuteilen und Ihre Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel ‚was können wir als Nachbarn tun?’“, sagt Sozialdezernentin Beate Schiffer. „Vor der Unterbringung von Flüchtlingen in Hattingen haben wir bereits viele Gespräche geführt und in viele sorgenvolle Gesichter geblickt, aber es hat bisher an jedem Standort gut funktioniert. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir es auch hier gemeinsam gut hinkriegen werden“, erklärt Bürgermeister Dirk Glaser.

Bereits bei dieser Veranstaltung zeigte sich, dass einige Bürgerinnen und Bürger hergekommen sind, weil sie selbst gerne etwas tun möchten. Ansprechbar ist in solchen Fällen die Ehrenamtskoordinatorin der Einrichtung von European Homecare, Sarah Kramer. Aber auch andere Fragen und Bitten brachten die Bürgerinnen und Bürger am Montag mit. Wie die Frage nach der Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betreiberfirma. „Alle Mitarbeiter in Einrichtungen in Hattingen werden überprüft und müssen ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen“, erklärt Beate Schiffer. Auch die Bitte, dass Ruhezeiten abends eingehalten werden sollen, wurde ausgesprochen und Fragen nach weiteren Integrationsmaßnahmen gestellt.

Im Anschluss durften die Besucherinnen und Besucher einen Blick in die Gemeinschaftsräume der Einrichtung werfen und es entstand das ein oder andere Gespräch mit den Bewohnern und den Vertreterinnen und Vertretern von Stadt und Betreibergesellschaft.