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Werksstraße wird leergezogen

Hattingen. Die Flüchtlingsunterkunft war mehrfach in die Kritik geraten. Die Zukunft des Hauses ist noch unklar. Auch ehemalige Feuerwache ist nicht mehr bewohnt.

Die Flüchtlingsunterkunft an der Werksstraße 40 wird freigezogen. Die zuletzt noch 82 Bewohner werden auf die neuen Wohncontainer in direkter Nachbarschaft zu dem alten Bau und auf die Unterkunft im ehemaligen O&K-Gebäude verteilt. Damit setzt die Stadtverwaltung ein Ziel um, dass sie sich mit der Errichtung der Sammelunterkunft an der an der Nierenhofer Straße gesetzt hatte. Ebenfalls bereits leergezogen ist die alte Feuerwache an der Friedrichstraße.
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Das Wohnheim an der Werksstraße 40 war mehrfach in die Kritik geraten. Schon vor zwei Jahren hatte der Flüchtlingsrat NRW die Werksstraße als Negativbeispiel genannt und die Zustände in dem Haus, in dem damals 100 Personen lebten, angeprangert. Doch angesichts steigender Zuweisungszahlen war die Stadt auf die Unterkunft angewiesen. Im Januar dieses Jahres hatten in dem Gebäude sogar 174 Flüchtlinge auf engstem Raum gelebt.
Wenig Platz für Privates

Bei Helfern und auch den Flüchtlingen hatte die Gemeinschaftsunterkunft einen schlechten Ruf. Das Problem: Es gibt dort zwar lange Flure, aber wenig Platz für private Räume. Und häufig wurde die gemeinschaftlich genutzten Räume nicht so gepflegt wie private.

Entlastung bringen die neuen Wohnmodule, die in unmittelbarer Nachbarschaft errichtet wurden. Die ersten entstanden im vergangenen Oktober und sollten Platz für 80 Menschen bieten, weitere folgten in diesem Jahr. Dort zieht ein Großteil der verbliebenen Werksstraßen-Bewohner ein – 59 Personen. Einer der Wohncontainer wurde speziell für Frauen und Kinder eingerichtet. 21 Personen werden dort einziehen.

Und auch die Unterkunft im ehemaligen O&K-Gebäude nimmt weitere Bewohner auf. 23 Flüchtlinge aus der Werksstraße ziehen hier ein. Platz ist an der Nierenhofer Straße für mehrere Hundert Personen. „Umzüge im großen Stil sind aus weiteren Unterkünften nicht geplant, solange keine Not vorhanden ist“, erklärt Stadtsprecherin Jana Golus.

Was nach dem Leerzug mit der Werksstraße 40 passiert, ist noch unklar. Die Stadt Hattingen will darüber mit der Politik beraten. Schon vor sechs Jahren war versucht worden, das Gebäude loszuwerden. Die Aufgabe war beschlossene Sache. Das Asylbewerberheim sollte samt Grundstück verkauft werden. Schon damals übrigens mit dem Hinweis über den „erheblichen Instandsetzungs-bedarf“. Ebenso strebte die Stadt den Verkauf der Feuerwache an, bevor sie als Unterkunft gebraucht wurde.

Sabine Weidemann

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